Geschichte der Steinbrüche in Heuchlingen
Hier: Gesteinsschichten und Gesteinsarten im Leintal - eine grobe Aufgliederung und Übersicht.










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Stubensandstein
und Knollenmergel im Keuper.
Bis unter das Niveau der Lein- ca. 382 m ü. M, und bis (vielleicht) 30 m darüber, zeigen sich in unserem Leintal oft 5 -10  Meter-und mehr, mächtige Felsriegel aus Stubensandstein.
Angemerkt: diese Stubensandsteinschicht kann eine Mächtigkeit bis zu 100 m erreichen und  50 m oder mehr unter das Fluss- Niveau reichen.
  Aus diesem Felsgestein nun, wurden schon seit Urzeiten, Bausteine für Kirchen, Burgen und Wohngebäude gewonnen. So auch unsere, im Jahr 1492 erbaute Pfarrkirche, die 1786 neu aufgerichtete  Zehntscheuer und dann vor allem das im 13. Jh. erbaute Schloss. Hier kann jetzt sogar angenommen werden, dass unser Schloss nicht nur auf einer solchen Sandsteinformation erbaut ist, sondern, dass zugleich das umgebende Schloss- Areal, hier vor allem der Schlossgraben, gleichzeitig auch als Steinbruch - wohl einer der ältesten in Heuchlingen, gedient hat.  
Viele Kirchen, Burgen und Schlösser wurden in jenen Zeiten auf diese Art errichtet - also: bauen auf dem Felsgrund und mit dem den Bau unmittelbar umgebenden Felsmaterial. Vieleicht ist auch unsere Pfarrkirche auf diese Art erbaut worden. Ein Hinweis darauf: Im Juli 2015 wurde die Stützmaue beim ehem. Ilg-Haus am Fuß des Chorraumes der Kirche erneuert. Dabei stieß man beim Ausheben des Fundaments auf einen Sandsteinriegel. Möglicherweise handelt es sich um einen mächtigen Sandsteinriegel, der unter der Kirche verläuft.-- Wie die Sandsteinformationen im "Bekawäldle" bis hinaus zum "Höllwäldle" die auf ungefähr gleichem Höhenniveau verlaufen.

Knollenmergel: Über dieser erwähnten Stubensandstein- Schicht liegt nun eine ca. 12 Meter dicke Knollenmergelschicht - in unserer Gegend berühmt, berüchtigt.


Schwarzen Jura.
Erdgeschichtlich folgt nun die Zeit des Schwarzen Jura.

Über dem Knollenmergel setzen  nun die sogenannten Psilonoten - Schichten alpha 1 ein. Ein Stein- Erdgemisch, z. Tl. auch mit kleinen geröllhaltigen Felsbänken. Die Psilonotenschichten können bis zu 5 m mächtig sein. Er ist nach dem in den Schichten vorkommenden Ammoniten Psiloceras psilonotum benannt – a.wikipedia.

 

Schloheimia-he2 (alpha2)-Schichten. Als 2. Schicht  folgen nun die „Schloheimia-he2 (alpha2)- Schichten. Dessen Hauptbestandteile sind die Angulaten- Sandsteine. Sie bilden bis zu 7 Meter mächtige Felsbänke. Dieser Stein ist es nun, der wahrscheinlich in den Steinbrüchen um Heuchlingen häufig  gebrochen wurde. Er war der klassische Baustein für den Haus- und Mauerbau, für Portale, Gesimse oder Bildstöcke u.a.  An der oberen Kirchhofmauer, aber auch noch anderen Stellen ist er schön zu erkennen - Wagenhaus „Lauchbauer“ und altes Haus „Kübler“.

 

Gryphaeen-si1 (alpha3)- Schichten. Über den vorgenannten Angulaten- Sandsteinschichten liegt nun als 3. Schicht, eine  bis zu 2 Meter mächtige,  bläulich aussehende Felsbank, erst mit einzeln eingelagerter Versteinerung, dann gefolgt von Gesteins Felsriegel, durchsetzt  mit unzähligen fossilen- Einschlüssen. (s. d. "blaue Stein" - an and. Stelle) Dieser bläulich aussehende Fels ist ein hartes,  sprödes Gestein und ebenso schon lange Lieferant für Bausteine, besonders aber - da sehr witterungsbeständig,  für den Wege- und Straßenbau: Schotter und Splitt, Rohstoff für Zement u.a.

Als oberste Schicht ist jetzt vielleicht noch die Beta-Schicht zu nennen. Es sind bis zu 15 Meter mächtige Kalkbankzonen aus einem Gemisch aus Tone, Tonmergel, schieferartige Einlagerungen u.a. **unterstützende Quellen: H. Blessing, R. Übelhör, W. Trinkle, u.a.

Bemerkenswertes: Diesen oben beschriebenen Schichtenaufbau konnte man - in Teilen - im Haupt- Entwässerungsgraben des Baugebiets Häfner, Anfang Mai 2013 sehr schön erkennen.

 

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