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Steinbrüche - etwas Geschichte - über die Steinbrucharbeit.
Die Steinbrucharbeit Eine kräftezehren
und gefährliche Schwerarbeit,
dazu noch schlecht bezahlt. Zuerst musste eine mehr oder weniger dicke
Erdschicht über den Felsbänken abgetragen und das Felsgestein freigelegt
werden. Der Abraum wurde gleich in der Nähe abgelagert oder hangabwärts
aufgeschüttet. Noch heute sind die mit Trichtern und Wällen zerfurchten
Steinbruchareale als solche zu erkennen Mit Pickel, Spitzhacken, Schlegel, schweren Brechstangen, Keilen, wurden die freigelegten Felsriegel dort gespalten und ausgebrochen. Später übernahmen dann auch Bohrmeißel und Sprengpulver einen Teil der mühsamen Knochenarbeit. Größere Platten, Steinquader oder gängige Passstücke wurden gleich vor Ort für die verschiedenen Verwendungszwecke sortiert und bereitgelegt, ein Teil auch auf die geforderten Größen geschlagen. Bruchgestein wurde auf Fuhrwerke verladen und an Sammelplätze transportiert. Ein Teil davon eignete sich dann auch direkt gleich als Schotter für den Wegebau. Der andere Teil wurde mit Schlegeln zunächst zerkleinert und sodann von einer größeren Anzahl von Steinklopfern mit ihren speziellen Steinhämmern (bei uns hatten sie häufig einem elastischen Stiel aus Schwarzdorn) zu Stücken in Schottergröße zerkleinert. Dem Verfasser ist noch gut das Bild vor Augen, wie - es war in den späten 1940er Jahren, ein langer, etwa 1 mtr. hoher Riegel von Bruchsteinen entlang auf der Küfergasse abgelagert war. Auf kleinen, meist einfüßigen Schemeln oder auf groben „Rupfensäcken, saßen und knieten die „Steinklopfer“ und zerkleinerten in tagelanger Arbeit die Steinbrocken zu Schotter. Eine wichtige Arbeit damals. Waren doch in jener Zeit die später gewerbemäßig betriebenen Steinbrüche und Schotterwerke noch nicht in Betrieb. Außerdem wäre auch die erforderliche Transportkapazität (Fuhrwerke, LKW) nicht zur Verfügung gestanden. Die Straßen, Wege und Fuhren in der Gemeinde mussten aber instandgehalten und erneuert oder neue angelegt werden. Zugleich bot es auch Arbeit für einen nicht geringen Teil von beschäftigungslosen Männern jener Zeit in der Gemeinde.
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