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Die
Steinbrüche links der Lein in der Gemeinde Heuchlingen -
dazu die Geschichte vom "blauen Stein" Steinbruch Nr.
1: Steinbruch im Hornfeld Nach Aussage
von Georg Barth (aus d. Bauernanwesen
"Kübler am Kirchberg) hatten noch seine Eltern im „Bilzen“
einen Steinbruch. Er lag wohl um die 60 m unterhalb
und 50 westlich der Ruhebank unter dem Fahrweg durch das Hornfeld in
Richtung Horn. Die ungefähren Lage- Koordinaten: N= 48°, 51´, 5,9´´, O= 9°, 56´, 3,1´´, bei einer Höhe von 420 – 422
m. Nähere Einzelheiten über diesen Steinbruch weiß G. Barth nicht mehr
- er spricht jedoch von einer etwas abweichenden
Gesteinsart - von etwas mehr Gruscht. Int. angemerkt: hier könnte
es sich um eine Psilonoten-
Schicht alpha1- (b. google
nachschlagen) siehe oben, gehandelt
haben. Hier
darf jetzt noch angefügt werden, dass in Heuchlingen, außer an
den aufgezeigten Stellen, noch
an zahlreichen anderen Stellen Steine gebrochen wurden. Anlass dabei
war oft der, dass beim Pflügen auf hartnäckige
Steinriegel gestoßen wurde. Bei dem Versuch diese zu entfernen stellte
sich manchmal eine Mächtigkeit 1 oder mehreren Metern heraus. Nun, das Ackerland
war rar und wertvoll. Man brach die Steine – meist für den eigenen Gebrauch.
Hierbei muss man noch erwähnen, dass
auf vielen Ackerfeldern, bei
jedem Pflügen, Steine buchstäblich zu wachsen schienen – wie Kartoffeln
- eine Plage. Nun, man ließ die Steine nicht auf den Feldern liegen
(wie heute), man sammelte sie von Hand, legte sie in Reihen auf kleinere
Häufchen, lud sie auf Mistwagen und fuhr sie ab - alle Hände waren da
gefragt, Kinderhände und Frauenhände. Die Steine
waren ein willkommener Rohstoff für alle möglichen Zwecke. Steinbruch Nr.
2 - über dem Hornfeld Am westlichen
Ende des Rains über dem Hornfeld lag, ein weiterer privat betriebener
Steinbruch. Er war vermutlich im Besitz von T.(?) Werner i. d. Vorstadt.
Das Feldstück wurde später von J. Röhrle erworben. Hans Röhrle hat das Bruchgelände dann aufgefüllt.
Koordinaten: N= 48°, 51´, 4,5´´ | O= 9°, 55´, 45,3´´ | Höhenlage:
= ~440 m Steinbruch
Nr. 3 und 4 - am Letten-Rain Nr.
3: Am westlichen Ausläufer des *Letten-Rain
*(oberhalb d. Schechinger
Str.) hatte Alois Röhrle einen privaten Steinbruch. Qu. Hans Röhrle. Nr.
4:
Am unteren Rand des *Letten- Rain*(oberhalb
d. Schechinger Str.) , etwas östlich, oberhalb v. Anwesen „Epple“,
liegt der ehem. Steinbruch „Klopfer“- heute Tiergehege. Von Klopfer
(Lotte H.) wird das Feldstück
heute noch als „Steinbruch“
bezeichnet. Für beide Brüche liegen keine näh. Einzelheiten vor. Die
ungefähren Koordinaten hier: N=48°, 51´, 22,9´´ | O=9°, 56´, 25,8´´
| H= ~454m.
Auf dem hofeigenen Steinbruch, unweit
v. Hof gelegen, wurde viele Jahrzehnte lang Steine gebrochen. Er lag
20- 30 m über- und ca. 100m östl. vom Riedhofquellbach. Nach Isidor
Fischer, (verst.) handelte es sich bei dem Steinmaterial eher um einen
gelben Stein- siehe Angulaten- Sandstein. Die ungef. Lage- Koordinaten:
N= 48°, 51´, 37, 4´´ | O= 9°, 56´, 14,2´´ - H. ca. 452 m.
. 1853 liefert
Joh. Georg Fischer der Stiftungspflege Heuchlingen 5 Steinplatten zum
Bau der Kirchhofmauer u. erhält hierfür 20 Kreuzer
- man beachte den
Preis: 20 Kreuzer für brechen, verladen und zuführen! Nr. 6 - Steinbruch
beim Kiarth
und der "schöne blaue Stein" - Lage- Koordinaten
ca.: N= 48°, 51´, 40, 4´´ | O= 9°, 56´, 37,4´´. Höhe ca.
440 m (Steinbruchgrund) Ein privater Steinbruch wurde
auch auf dem nahe gelegenen Kiarth- Anwesen betrieben. Er lag ca. 150m rechts oberhalb des Hofanwesens, unter
dem Weilerrain. Seine Ausdehnung betrug etwa 150 m Länge u. 50 m Breite.
Hier brach der Alexander Lutz seine so
"schönen blauen Steine". Wo lagen die schönsten
Steine?
Die in den Steinbrüchen tätigen
Steinbrecher, vor allem auch ihre Besitzer,
prahlten oder hänselten sich untereinander, welcher Steinbruch die schönsten
Steine hervorbrächte. Auf dem Riedhof war es z. B. eher ein "gelber
Stein".
Alexander
Lutz nun grub in seinem Steinbruch oberhalb des Hauses die „schönen
blaue Steine“ Das wusste er. So konnte dann auch seinem Ausspruch:
"Das Schöne,
das Blaue, das mein Stein hat, hat kein Stein", nichts entgegengesetzt werden. zum Bld Offene Felsformation in Verlängerung zum Kiarth- Steinbruch N= 48° 51´ 40,8´´ | 9° 56´ 40,5´´
Wissenswertes zum blauen Stein. Der "Blaue
Stein" wurde gerne für Stütz - und Gartenmauern verwendet,
er ist im Waldstetter- Heimatmuseum zu sehen. Dieser wurde bei Ausgrabungen in Alfdorf gefunden. Er gehört zum
Schwarzen- Jura- alpha3 und hat eine Mächtigkeit von mehreren Metern.
Der bei Lutz beschriebene Stein kommt eventuell aus der gleichen Gesteinsformation.
Ist auch er- "der schöne blaue
Stein"? Bruchstein im Hauptkanal des Baugebiet Häfner. (b.
d. Erschließg. d. "Häfner`s) Die Gesteinsschicht
liegt in ca. 440 - 445 m Höhe, etwa gleichauf mit
dem Kiart-Steinbruch |