Ortsteil: Alte Möggl. Str - Gänsbühl, Gb. 40... Häuser nach fortlfd. Hausnummern- Hausnamen - Ortsteile - Bewohnerfolgen i. Zeitenlauf
Legenden: Pr-Kt: = Primärkataster um 1833; fortlfd. Jh. zahlen: fortlfd. nach dem Primärkatster - Kaufbücherauszüge.

Haus- Nr.

Ur-Nr.

Hausnamen
Bewohner heute

Ortsteil, Straße

Hausbewohner - Bewohnerfolgen || Kaufbücher - Zehentlisten, Krt. 34, Map. 86 - Primäkataster u. a.

28

"Lauchele"


"Klopferer"

 

< Schsenmaier,

 < Hägele

 < Klopfer

 < Weber

Alte Möggl. Str.

Das Haus gehört zu den schon früh in Hchl. erbauten Hausanwesen - neben dem Adler und anderen Häusern im Kerndorf. Es liegt mitten im Ortskern, neben dem schon früh existierenden Rentamt, Gasthaus und Herberge ("Adler") Am Haus entlang führte eine wichtige Post - und Fahrstraße nach Mögglingen - heute die "Alte Mögglinger Straße". Für die steile Auffahrt über den Hardberg waren wichtige Vorspanndienste gefragt.

Der Name Lauchele  "Lauchen“ bedeutete früher gleich Grenzen. Wenn man an der Hofgrenze / Markungsgrenze Kerben in die Bäume machte, hieß man dies "verlauchen". Später, noch vor der Landvermessung 1818 - 1840, wurden die Flurgrenzen auch mit Eichenpfählen abgesteckt, versehen mit div. Angaben der Flurnachbarn.

Der Name Klopfer: ist ein Familienname. Klopfer deutet auf die Tätigkeit als Steinklopfer hin.

Hausbeschreibung  1827: Ein 2 stockigtes Wohnhaus samt Scheuer unter 1 halben Schindeldach

Bewohnerverlauf nach den Kaufbucheinträgen

1790 - 1847: Michael Sachsenmaier der "Lauchele", Bauer, oo 1790 Franziska Hägele v. Brackwang, Im Juli 1831 verkauft Michael Sachsenmaier einen Teil aus seinem Besitz an Kaspar Rau v. Lauterburg und seinen Mitkonsorten: ca. 5 Tagwerk Wiesen und ca. 10 1/2 Jauchert Äcker in allen 3 Zelgen. Dazu je ein Paar 3 jähr. u. 1 1/2 jähr. Stiere, 1 Kalbel, diverse Fahrnisse und ungef. 30 Zt. Heu in dem Haus und das *Schafhaus, zusammen für die Summe von 2.450 fl. | *Schafhaus? Welches Schafhaus ist hier gemeint? --- Im März 1847 verkauft Michael Sachsenmaier, vulgo Lauchele, an Franz Hägele, ein 2 stock. Wohnhs. mit Scheuer unter 1 Dach u. Hofraum. Dazu 1 1/4 Mrg. Garten und ca. 1 1/2 Morg. Land, 1 Kuh, alle Bauerngerätschaften und alles Heu, Stroh und Brennholz, für die Summe v. 1.600 fl. Intern angemerkt: Man beachte die nur noch geringe Flurgröße- und: Michael Sachsenmaier hatte keine männlichen Nachkommen. Franz Hägele, ein Enkel des Michael, konnte wohl nachrücken und das Anwesen Haus 28  übernehmen. Der Hausname "Lauchele" blieb erhalten.

1847 - 1883: Franz Hägele, Bürger u. Bauer - u. ebenfalls "der Lauchele" genannt, oo 1857 die Kreszentia Wiedmann. Nach dem Tod von Franz Hägele übernimmt dessen Sohn Andreas Hägele das Anwesen.

1882 - 1895: Andreas Hägele, wiederum " Lauchele" genannt, oo 1883 die Gaugel Josefine. Juni 1895 tauscht Andreas Hägele sein Hausanwesen Nr. 28 gegen das Anwesen Nr. 105 des Josef Klopfer auf dem Gänsbühl. Andreas Hägele zieht auf den Gänsbühl . --- Josef Klopfer übernimmt das Hausanwesen Nr. 28 des Andreas Hägele an der Mögglinger-Straße, nebst 37 qm Kellerplatz i.d. Prz. 180/2 und ca. 3 Ar, 55 qm Gärten beim Haus. Josef Klopfer zahlt dem Andreas Hägele ein Aufgeld von 1.300 Mark.

1895 - 1930: Josef Klopfer, + 1906, danach Josef Klopfers Witwe.

1930 oo Albert Klopfer deren Sohn, oo 1930 Bihlmaier Anna.

1950er - Jahren oo Rolf Weber die Hildegard Klopfer, Tochter des Albert Klopfer. Weber reißen das alte Haus ab

und bauen neu (ohne Landwirtschaft) - - - Haus ist heute (2025) im Besitz d. To. v. R. Weber.

29

22

"Koiser"

.
< Stäb

 < Wanner

 < Rieg

Alte Möggl.
Str.

Gebäudesituation entlang- um 1833 noch die Mögglinger Str.-- deren umliegenden Häuser liegen an einer alten und bedeutenden Verbindungsachse Remstal - Leintal - Kochertal - Frickenhofer Höhe - Ellwangen. Für die steile Auffahrt über den Hardberg waren wichtige Vorspanndienste gefragt.

Der Name Koiser: Ein Hinweis auf den Namen findet sich im Fam. Reg. Fol. 110 d. Pf. Kirche: um 1736 heiratet ein "Wolfgang Stäb, der Koiser" eine Margaretha Kraus. In diversen Urbaren steht hierzu noch vermerkt: 1756 von Hangendenbuch hereingezogen. Ob dabei nun dieser Wolfgang Stäb-"Koiser" den Namen "Koiser" auf das Haus brachte ist nicht gesichert. Weiter: in diversen HL- Rn. wird ein "Wolfgang Stäb auf seinem Erblehen" erwähnt. "Das Anwesen ist seit dem 19. Jänner 1796 (in and. Qu. 1788) eine Erbsölde und der Pfarrkirchenpflege Heuchlingen fällig", also gültpflichtig (es war also ein Kirchenlehen) -- Gab es Vorbesitzer zu d. Stäb/Wanner auf d. Hs. 29? - Man weiß es nicht. ---Ein Hinweis? In einer Stiftungspfleg-Akte der OA- Beschreibung Aalen v. 1854, wird unter Punkt "Auf-und Abfahrtsgeld" hier für das Haus, die Kaspar Wanners Witwe als Besitzerin des Anwesen benannt, "vormals Hans Stumpsches Fallehengut, n.d. Salbuch 87b". Jedoch, Hans Stump wird bereits in der Bevölk. Liste v. 1634 erwähnt - (hier wird also sehr weit zurückgegriffen) ---- Die weitere Besitzer-Folge:

1773 oo der Johann Wanner, Bürger u. Schuster, "Schuhmächerle", die M. Anna Stäb, eine Tochter des genannten Wolfgang Stäb, der "Koiser". Deren Sohn Caspar Wanner erhält später das Anwesen und übernimmt den Hausnamen "Koiser".

Gebäudebeschreibung 1827: Ein 2 stock. Wohnhaus mit einem Schindeldach u. ein Waschhaus.

Bewohnerfolgen:

1756: Wolfgang Stäb, "der Koiser" oo 1736 die Margaretha Krauß.- Urbariumvermerk: 1756 von Hangendenbuch hereingezogen. 1788 übergibt Wolfgang Stäb an die Söhne Michael und Anton. Beide Söhne bleiben ledig. Bereits 1773 heiratet die Tochter M. Anna Stäb einen Johannes Wanner.

1788 - 1810: Michael - und Anton Stäb, ledig , geb. 1738 und 1742, gest. 1812 u. 1813. In einem Erbvertrag v. Dez. 1810 übergeben die ledigen Brüder Michael und Anton Stäb ihre fällige Erbsölde, "eine wohleingerichteten Haushaltung", Vieh, Früchte und Futter, mit allen Bauern-gerätschaften an die "Wannerischen Kinder" - also an die Kinder ihrer Schwester M. Anna und Schwagers Johs. Wanner. (unter d. Vormundschaft d. Johann Wanner u. M. Anna, geb. Stäb)

1810 - 1814: Johannes Wanner und M. Anna, geb. Stäb - in Vormundschaft ihrer Kinder.

1814 - 1860: Kaspar Wanner. 1814 oo Kaspar Wanner die Theresia Fauser v. Mutlangen und übernehmen das Anwesen aus der Geschwister - Erbmasse, wie oben erwähnt. Im Jan.1860 verkauft die Witwe des Kaspar Wanner an ihren led. Sohn Franz Josef Wanner ein 2 stock. Wohnhaus mit Scheuer unter 1 Dach, 1 Wagenremise, 1 Schweinestall, 1 Wasch - und Backhaus für die Summe v. 3.900 fl. Dabei sind ca. 29 Mrg. Garten, Wiesen und Acker, und 2 Mrg. Wald.

1860 - 1882: Franz Josef Wanner, * 1818, + 1893. Im Nov. 1882 verkauft Franz Josef Wanner, lediger Bauer v. hier, an Xaver Wanner led. u. vollj. Sohn seinen Schwester M. Theresia Wanner: das Hausanwesen nebst 15 1/2 Ar Garten u. ca. 28 Morgen Wiesen und Acker an 21 Stck. für die Summe von 6.000 Mark. In den Kauf gehen 1 Par Stier im Wert v. zus. 600 Mark, 3 Kühe a` 200 Mark, 2 Stiere a`170 - u. 100 Mark, 1 Rind a`100 M. 1 Kalbel zu 50 M. und sämtl. Bauerngerätschaften, Feld - und Handgeschirr.

1882 - 1923: Xaver Wanner, Bauer, oo1892 Rosina Häberle v. Holzleuten.

1923 - ~1953: Patriz Wanner, oo 1923 Theresia Funk v. Mäderhof. Deren Tochter Hilde übernimmt das Anwesen u. oo d. Hugo Rieg.

1952 Hugo Rieg v. Bettringen,oo 1952 Hilde Rieg. Deren Sohn Xaver übernimmt das Anwesen.

~ 1990 bis ...: Xaver Riegg, dere. Sohn oo M. R. -- Fortan, bis heute, 2025, sind Rieg auf dem Anwesen

30

23

Schuhmichele -
heute Neubaus- Stäb

Bergle

Der Name "Schuhmichele" selbst ist alt. In diversen Fm.- Reg. ist ein Michael Schierle, "Schuhmichele alt" vermerkt. Dessen Sohn Joseph trug den Beinamen "Schuhmichele jung". Ihn finden wir im Haus 38 auf dem Gänsbühl.-- Hier stellt sich die Frage: Waren die Vorfahren dieser diese Schierle- Linie vor dem nachsteh. Johann Selzer hier auf diesem Haus? Gaben sie dem Haus den Hausnamen "Schuhmichele"? Diese Frage muss zunächst noch offen bleiben. -- Vielleicht interessant: Ein Friedrich Schierle, * 1720 oo eine Rosina Selzer. Sie ist eine Großtante zum nachstehend erwähnten Johann Selzer.

Erweiterte Gebäudebeschreibung nach d. Gebäudekataster v. 1827 bis 1907

1827: Ein 2 stockigtes Wohnhaus samt Dreschtenne mit 1 halben Schindeldach.

Die Bewohnerfolgen nach den Bucheinträgen

1791 - 1828: Johann Selzer, oo 1791 die M. Anna Bäuerle. Im Febr. 1828 übergibt die Witwe Selzer an den Sohn Johann ein 2 stock. Wohnhaus und Scheuer, neben Johann Klaus. Dabei sind 3/4 Tagw. Garten, ... Tgw. Wiesen an 4 Stck. ca. 7-8 Jauch. Äcker und 2 1/2 Jauchert Bürgerteile - zusammen für die Summe von 995 fl. In den Kauf werden gegeben: 2 Kühe, 2 Raupen (Kalbeln), 1 Wagen, 1 Pflug, 2 Egten, sämtliche Ketten und Bauerngeschirr, Heu, Öhmd, Stroh und Früchte. Randvermerk: auf dem Gut haften Schulden von 1.452 fl.

1828 - 1835: Johann Selzer. 1828 oo Johann Selzer u. übernimmt das Anwesen Haus 30.
1833 verkauft Johann Selzer einen größeren Teil der Liegenschaften (vermutl. Güterteile) an den Güterhändler M. Betzler u. Alois Uhl. -- 1835 verkauft Johann Selzer an Bernhard Apprich das Hausanwesen für die Summe von 800 fl., im Tausch gegen dessen Haus Nr. 19 in der Küfergasse. Verkaufsvermerk: da die vorsteh. Liegenschaften bereits verpfändet sind ..... muss die Kapitalschuld sofort berichtigt werden. Fortan sind Apprich hier auf dem haus 30.

1835 - 1840: Bernhard Apprich, Schneider, oo 1812 auf dem Haus Nr. 19 i.d. Küfergasse die Rosina Werner . Im Juli 1840 verkauft Bernhard Apprich an den Sohn Joseph das 2 stock. Wohnhaus mit Scheuer, nebst 2/3 an 1/2 Tgw. Garten, ~1 3/4 Mrg. Wiesen u. ca. 8 1/2 Mrg. Acker, sämtl. Fahrnis, 4 Kühe u. 2 einj. Rinder, für die Summe v. 1.895 fl. Verkaufsvermerk auch hier: die vorsteh. Liegenschaft ist verpfändet .... die Kapitalschuld muss sofort berichtigt werden.

1840 - 1871: Josef Apprich, Bürger u. Schustermeister, oo 1840 die Magdalena Kolb v. Abtsgmünd. Im Juni 1871 verkauft Joseph Apprich an seinen Sohn Johannes Apprich das oben genannte Hausanwesen mit 1 Backofen, nebst 2/8 Mrg. Garten und ca. 17 3/4 Mrg. Wiesen und Äcker, zusammen für die Summe von 3.900 fl.

1871 - 1907/ 08: Johannes Apprich, Mahlknecht, *1841, +1918, oo 1871 Josefa Strampfer, geb. 18.4.1842, + in Holzhausen. Johannes Apprich verkauft um 1907/08 das Anwesen möglicherweise an Jakob Bundschu, ehemal. Haidenbauer in Hlzl. und zieht mit seiner Familie nach Holzhausen.- Verkaufsdaten hierüber liegen momentann nicht vor. Begründungen: Im Vieh- Umlage-Verzeichnis zum April 1907 ist noch obiger Johannes Harsch mit 7 Rinder als Besitzer im Haus Nr. 30 eingetragen. Dann jedoch im Branschadensregister 1908 u. 1909, ist Jakob Bundschu hier im Haus 30 als Besitzer/ Beständer notiert - bevor dieser dann um 1910 in das Haus 75 (b. Haus Röhrle) einzog. Hat Bundschu sich hier eingekauft? (er fiel in Hlzl. in Gant und musste das Anwesen dort abgeben) Wohnte er mit seiner Fam. zur Miete hier im Haus 30?

~1910 - 1911: Alfons Ilg, Maurer, oo1903 Maria Anna Maier auf dem Hs. 74 (ehem. Hs. zwisch. "Hüttle" u. "Pfeadr.) Bemerkenwertes: Im Brandschadensregister 1909 ist Alfons Ilg noch im Haus 76 als Besitzer eingetragen. Nach d. Viehaufnahmeregister pro Apr. 1908 hatte er dort 2 Rinder i. Stall.

1911 - 1954: Josef Faul, Taglöhner v. Holzhausen, + 1954 , oo 1911die Witwe Maria Anna Ilg, geb. Maier, * 1879, + 1940.

1954 - 1995: Anna Faul, 1912 - 1995, Theresia Faul,  1921 - 1981 und Veronika Faul,1919 - 1986, ledige Töchter des Josef Faul.

Nach dem Tod von Anna Faul erkauft Winfried Stäb das Anwesen und erbaut auf dem Areal ein neues Wohnhaus.

31

 

Kasper`s,

danach Kirchengemeinde

Schesternhaus

und

Kindergarten

..

heute in

Privatbesitz.

Bergle

Über die Baugeschichte und die frühen Bewohner von Haus Nr. 31 liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.Vermerk zu Johannes Klaus: Es findet sich nur 1 Johannes Klaus in den Fam. Registern. Dieser verkauft 1810 sein Haus Nr. 71 am Kirchberg- (= das heute leersteh. Leinmüllerhaus) Wahrscheinlich zieht er 1810 hier auf dem Brgle auf.

<< Offene Frage: Wer waren die Bewohner vor dem Johannes Klaus hier, im Haus 31? hierüber finden sich keine Einträge im Steuerbuch v. 1760.

Gebäudebeschreibungen nach dem Gebäudekataster von 1827, 1873 und 1907

1827: Ein 2 stockiges Wohnhaus samt Dreschtenne unter 1 halben Schindeldach

Bewohnerfortschreibung zum Anwesen Haus Nr. 31.

1810 - 1829: Johannes Klauß, "Schuhteis", * 1767, + 1836, oo 1797 M. Anna Schierle.
Im Nov. 1829 übergibt Johann Klauß an seine Tochter Veronika und deren Ehegatten Franz Josef Bihlmaier für 750 fl.: ein 2 stock. Wohnhaus mit Scheuer unter 1 Dach, nebst 1 Tagw. Garten b. Haus, 2 Tagw. Wiesen und 4 1/2 Jauch. Acker u. Bürgerteile. Als Dreingaben gehen: 2 Kühe, 1 Pflug, 2 Eggen und alle Bauerngerätschaften.

Erläuterungen: Johannes Klauß, Bauer, "Schuhteis", heiratet 1797 auf dem Haus Nr. 71 am Kirchberg - (Hs. Leinmüller). Im Juni 1810 verkauft Johannes Klaus, Bürger u. Söldner, dieses "vormalige Lorenz Bihlmaierschen Fallsöld- Gut" an den Franz Ilg, led. Bauernknecht v. Hchl. Johannes Klaus zieht hier in das Haus Nr. 31.

 1829 - 1839: Franz Josef Bihlmaier, Schuhmacher, "Schuhteis", * 1796, + 1850. Nach gerichtl. Erkenntnis v. Apr.1839, verkauft Franz Josef Bihlmaier sein Haus wie vor beschrieben an Josef Albrecht, Rohrdreher, mit 1 Wagenhaus neb. d. Wohnhs. und 1 Backofen m. Schindeldach. Dazu gehören 3/4 Tagw. Garten neben d. W. Haus , für zusammen 1250 fl. Bedingungen: den Backofen hat der Käufer abzubrechen oder nach der Feuer-polizeiverordnung bis zum 31 Mai d. J. herstellen zu lassen.

1839 - 1842: Josef Albrecht, * 1807 in Waldstetten, oo 1837 Maria Anna Hegele. Reg. Vermerk: im Mai 1842 nach Waldstetten gezogen. Im Mai 1842 verkauft Josef Albrecht an Johannes Kolb u. Konsorten das gesamte Anwesen zusammen für 3025 fl.  Diese verkaufen 1842 zum gleichen Datum das Haus, nebst 2/4 Morgen Gemüsegarten weiter an Johannes Schierle, Schuhmacher, für 1.320 fl.

1842 - 1856: Johannes Schierle, Schuhmacher. Im Febr. 1856 verkauft die Gantmasse der Witwe des **Bernhard Schürle: ein 2 stock. Wohnhaus mit Scheuer unter 1 Dach, nebst Zugehör auf dem Bergle neben Josef Apprich an Kaspar Waibel für 2.046 fl. Dabei sind ca. 6/8 Mrg. Gärten in den Prz. 178 u. 179 und ca. 11 Mrg. Äcker u. Wiesen an 20 Stck. -- Anmerkg: es findet sich kein **Bernhard Schürle - ein Schreibfehler?

1856 - ~1900: Kaspar Waibel, * 1823, + 1900, oo1856 Theres Bihr von Hlzl., geb. 1830, gestorb. a. 13.7.1881.~ 1900 - 1908: Karoline Bihr, ledige Tagelöhnerin, geb. 1845, gest. 1926 hier im Haus 31. (angem.: Karoline war die Schwester der 1881 verstorbenen, oben genannten Theres Bihr)

Das Schwestern-haus mit Kinder- und Arbeits-schule und dem altem Wohnhausteil Haus Nr. 31

1908 erwirbt die Kirchenpflege Heuchlingen  den Gesamtbesitz v. Karoline Bihr zur Einrichtung einer Schwesternstation mit Kleinkindergarten. Karoline Bihr behält das Wohnrecht im alten rechtsseitigen Hausteil.

Mietleute – Bewohner. Nach dem Erwerb durch die Kirchengemeinde bewohnten versch. Mietleute im alten Hausteil. Die Nachbewohner oder auch Mitbewohner der Karoline Bihr sind derzeit nicht bekannt.
Noch bekannte Bewohner sind: (nach dem Tod d. Karoline Bihr)

> die Familie Martin Krieg

> danach die Familie der Mathilde Wengert zusammen mit der Großmutter (v. Hlzl.)
> Ende der 1960er- Jahre bis zu ihrem Tod 1976 wohnte Mathilde W. dann in der ehemaligen Schwesternwohnung.

33

 

und

 

32

25

u. 25a

"Lauchbauer"

 


in Priv. besitz

Bergle

Der „Lauchbauer“ auf dem Bergle

Im Steuer- und Güterbuch von 1760 wird mit Franz Klaus mit dem Beinamen "Lauchfranz" erstmals schriftlich ein Bewohner für das hier beschriebenen Haus erwähnt. Dieser Franz Klaus, "Lauchfranz", ist der Namensgeber für den "Lauchbauer".
Die Eltern des Frz. Klaus sind der gleichnamige Franz Klaus und die Barbara Klein, Tochter des Wirts (Adlerwirt) Balthas Klein. Es kann angenommen werden dass dieser Franz Klaus und die Barbara, geb. Klein, oder auch schon dessen Vater Jakob Klaus, Besitzer auf dem für die Verhältnisse in Heuchlingen doch großen Hofgut waren - Intern angemerkt hierzu: Das Gebäudebild, oder die Silhouette ist heute -2023- immer noch imposant. Es war und ist wohl eines der markantesten Gebäude im Ort.

Wissenswertes zum "Lauchbauer" auf dem Bergle: 1796 wurde der Viehbestand des „Lauchfranz“ nicht von der Viehseuche betroffen. (aus der Chronik Ohnewald)

Der Name Lauch - eine Deutung: Pfarrer Seehofer in Bargau schreibt 1953 über den Lauchhof: "Lauchen" bedeutete früher gleich "Grenzen". Wenn man an der Hofgrenze und Markungsgrenze Kerben in die Bäume machte, hieß man das "verlauchen". Später, vor der Landvermessung 1818 - 1840, wurden die Flurgrenzen auch mit Eichenpfählen abgesteckt, versehen mit diversen Angaben der Flurnachbarn.

Die erste Haus - und Bewohnerbeschreibung

Im Güterbuch von 1760 wird Franz Klaus für d. Haus auf dem Bergle als Besitzer erwähnt. Erweiterte Gebäudebeschreibung nach d. Gebäudekataster v. 1827 bis 19071827: 2/3 an einem 2 stockigten Wohnhaus samt Scheuer unter 1 Dach.

Bewohner - Kurzübersicht für das Gesamtanwesen ~ 1710 oo Jakob Klaus die Margarete von Heuchlingen1745 oo Franz Xaver Klaus, deren Sohn, die Barbara Klein, Tochter des Balthas Klein, Adlerwirt
1787 - 1816: Franz Klaus, "Lauchfranz". 1787 oo Franz Klaus die Veronika Seibold u. 1789 eine Maria Klotzbücher. 1816 verkauft Frz. Klaus Witwe 2/3 v. Wohnhs. an SchultheißHausdrittel ( Hausteil Nr. 32) für sich und ihren Sohn Josef Klaus bevor.

1817 verkauft Josef Klaus seinen 1/3 Hausteil dann ebenfalls an Schulheiß Johann Trettner.Trettner besitzt nun das Gesamtanwesen ..........................1816 - 1819: Johann Trettner, Schultheiß (ab 1817 im Gesambesitz v. Hs. 32 u. 33)1819 erfolgt wiederum eine Hofteilung in den 2/3 Hofteil Nr. 33 und den 1/3 Teil Nr. 32.Bewohnerübersicht für den Hausteil Nr. 331819 - 1840: Melchior Trettner, Bauer. Im Sept. 1819 übergibt Bürgermeister Johann Trettner an den Sohn Melchior den 2/3 Hausanteil samt 2/3 Garten, Grundstücke, Vieh und Fahrnis für 2.200 fl. Johann Trettner verbleibt mit seinem Eheweib u. Sohn Gottlieb auf dem 1/3- Hausteil Nr. 32 - s. dort.

Im Febr. 1840 verkauft Melchior Trettner, "jetzt Wirt in Unterkochen", seinen 2/3 Hausteil mit allen Liegenschaften an Johannes Kolb für 1081 fl. Johs. Kolb hat der Witwe Klaus das lebenslange Wohnrecht zu verabreichen. Ebenso dem ledigen Sohn des Melchior, Xaver Trettner.

1840 - 1853: Johannes Kolb, Bauer, * 1800 im Haus 39 a. d. Gänsbühl. 1841 erwirbt Johannes Kolb von Gottlieb Trettner auf dem Hausteil Nr. 32, dessen Anteil an der bisher gemeinschaftlich besessenen Scheuer, sowie einen Teil seiner Grundstücke. (Das Haus Nr. 32 schrumpft auf 1/4 der ehem. Hausgröße)

Im Oktober 1853 verkauft die Johs. Kolbsche Gantmasse die gesamte Liegenschaft an (Güterhändler) Lemle Neuburger, Bärenwirt von Lauchheim für 1615 fl. Dabei sind ca. 11 Morgen Land.
Im Febr. 1854 verkauft Lemle Neuburger das erkaufte Anwesen an Josef Hägele, für die Summe von 1.661 Gulden.

1854 - 1885: Josef Hägele, Bürger u. Bauer, "der Lauchseff", * 1815, + 1901, oo 1854 Veronika Bihr v. Bläsihof  bei  Abtsgmünd. Im Apr. 1885 verkauft Josef Hägele das Anwesen an seine Tochter Veronika und deren Bräutigam Johannes Vatter: ein 2 stock. Wohnhaus mit Scheuer unter 1 Dach, Wagenhaus, Hofraum, Wasch - u. Backhaus, nebst ca. 37 Ar Gärten b. Haus und ca. 30 Morgen Wiesen und Acker in 29 Feldern, für die Summe von 15.340 Mark. Als Dreingaben gehen: 2 Kühe, a` 285 M., 1 Paar Ochsen, 560 M., 2 Paar Stiere, a` 275 M., 2 Kalbeln a` 200 M. und 1 Rind zu 80 M., zusammen im Wert 2160 Mark.

1885 - 1921: Johannes Vatter, Bauer, * 1860 im Haus 42 – „Dürrenbauer“, + 1941, oo 1885 auf dem Lauchbauer Anwesen die Veronika Hägele, Tochter des Josef Hägele -

Um 1894 erwirbt Johannes Vatter den Hausteil Nr. 32 hinzu.

1921 - 1950: Anton Vatter, Bauer, * 1888, + 1976, oo 1921 Wiedmann Josefine aus Leinweiler.

1950 - 1995: Anton Beirle aus Mögglingen, oo 1950 die Hoferbin Theresia Vatter.
1995 verunglückt  Anton Beirle tödlich.

Anton Beirle, ledig, führt seit dem Tod des Vaters das elterliche Anwesen. Ende 2008 gibt er das landwirtschaftliche Anwesen auf.

Bewohnerübersicht für den Hausteil Nr. 32

1836 - 1843: Gottlieb Trettner, Glasermeister. 1836 verkauft Johann Trettner, Schulth. Witwe, an ihren Sohn Gottlieb den 1/3 Hausanteil mit allem Zubehör für 1045 fl. Die Verkäuferin behält sich ein unentgeltliche Wohnrecht bevor, auch wenn sie ihre Wohng. außerhalb dieser Wohng. nehmen sollte. 1841 verkauft Gottlieb Trettner seinen Anteil an der bisher gemeinschaftlich besessenen Scheuer sowie einen Teil seiner Grundstücke an Johannes Kolb (Das Haus 32 schrumpft auf 1/4 der ehem. Hofgröße)

Im Jan.1843 verkauft Gottlieb Trettner seinen 1/4 Hausteil mit allen Liegenschaften an den Güterhändler Alois Uhl v. Hlzl. für 1.000 fl.

Im Apr. 1844 verkauft Alois Uhl weiter an Franz Josef Bihlmaier, Bauer in Hlzl. für 1.350 fl.
(Es besteht hier nun scheinbar eine Bewohnerlücke v. 1843- 1844)

1844 - 1845: Franz Josef Bihlmaier, Bauer in Hlzl. Im Febr. 1845 verkauft Franz Josef Bühlmaier an Franz Josef Bühlmaier, Schuhmacher dahier: 1/4 an einen 2 stock. Wohnhaus, dazu 1/6 v. 1 Tagw. Wurz- u. Grasgarten für die Summe von 700 fl.

1845 - 1848: Franz Josef Bihlmaier, Schuhmacher v. Hchl. Im Sept. 1848 verkauft Franz Josef Bihlmaier seinen 1/4 Hausteil an Josef Weber, ledig, für 729 fl. Dazu gehören 1/6 von 1 Tagwerk Wurz- u. Grasgarten an 2 Stck. (~ 1847-1878 ist der Schuster Frz. Josef Bihlm. + 1873, +1846, für das Haus 41 auf dem Gänsbühl als Besitzer notiert.
1848 - 1873: Josef Weber, ledig. Im Juli 1873 verkauft Josef Weber an seine ledige Schwester Franziska Weber: Haus Nr. 32, den 4. Teil an einem 2 stock. Wohnhaus u. Hofraum a. d. Bergle, nebst ca. 2/8 Mrg. Gärten i.d. Prz. 175 u. 177 und ca. 2 1/2 Mrg. Acker- zusammen für die Summe von 8.00 fl. In den Kauf gehen 1 Kuh und diverse Fahrnisse.
1873 - 1884: Franziska Weber, ledig. Im Sept. 1884 verkauft Franziska Weber, ledig v. hier, an ihren Sohn Franz Josef Weber, led. Weber, das Haus wie beschrieben, nebst 8 1/4 Ar Garten und 3,7 Morgen Acker und Wesen an 6 Stck. für die Summe von 1.600 Mark.

1884 - ~ 1908: Franz Weber, Garnweber, * 1850, +1917, oo 1884 Theres Riegg v. Leinzell. Im Brandschadens-Register v. 1908 ist Franz Weber noch als Besitzer hier notiert.--- - weiter Kaufdaten derzeit nicht erschlossen.

Um 1894 erwirbt Johannes Vatter den 1/4- Hausteil von Franz Weber zurück. Frage hier: bewohnt Franz Weber weiterhin das Haus, ggf. bis 1897? - s. auch bei Haus 51 i.d. Vorstadt.

(Hierüber finden sich keine näheren Daten)

~ 1941 vermacht Anton Vatter an seine Tochter Veronika den Hausteil Nr. 32. Das Anwesen ist seitdem wieder getrennt in Haus 32 und 33.

Haus 32 geht im weiteren Verlauf dann an wechselnde Besitzer über.

(Brand, Mack u.a. - heute -2025- .........

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Biehlschreiner

 

Gemeindehaus

-

Privatbeasitz:

Österle-

Gänsbühl

Hausgeschichte und Bewohner

Der Gänsbühl wurde sicher schon in der frühen Dorfgeschichte besiedelt. Bei den Bewohnern wird es sich hauptsächlich um Häusler, Söldnern, Händler und Gänsehirten gehandelt haben - Stichwort Gänsbühl, Gänswiesen, Gänsäcker. Daneben gab es noch 1 oder 2 Halbbauern - wie das nachstehend beschriebene Anwesen. Die Baugeschichte des Hauses, wie auch die der Häuser auf dem Gänsbühl insgesamt, liegt jedoch im Dunkeln.

Im Steuerbuch v. 1760 trägt das Haus 34 die Ur-Nr. 26 1/2 - das Nachbarhaus 35 die Ur-Nr. 26 - ein Zusammenhang? Bemerkenswert noch:: das Haus 34 und das gegenüberliegende Haus Nr. 35 haben den Gumpbrunnen beim Haus 35 in gemeinsamen Besitz.

.Beschreibung des Anwesen nach dem Güterbuch von 1760

Im Steuer- und Güterbuch von 1760 wird der Handelsmann Joseph Munz als Besitzer von Haus 34 auf dem Gänsbühl erwähnt. Ob schon die Eltern des Joseph Munz, der Joh. Georg Munz und die Katharina, hier das Haus bewohnt haben ist nicht belegt.
Joseph Munz besitzt an Gebäu: Ein erblehenbares Wohnhaus zu Heuchlingen, Nr. 26 1/2 . Zum Haus gehörten 3/4 Morgen Acker, so jetzt zum Garten umgeschaffen, 120 Rut. Garten und 2/4 Morg. Bauerngarten. Dazu ca 2 Morgen Wiesen an 3 Stck. und ca. 8 1/2 Morgen (Jauchert) Ackerland.
Akten-Randvermerke: 1824: Anton Pflüger, 1836: Melchior Ebert. (also Besitzerwechsel)

Gebäudefortschreibung nach den Katastereinträgen 1827 bis 1907
1827:
Ein neues Wohnhaus samt Scheuer unter 1 Dach

Bewohner - Kurzübersicht für das Anwesen Haus 34

1810 - 1824: Josef Munz, Garnhändler, *1773, + 1842, oo 1810 die Kreszentia Krehwedel. Er besitzt ein Erb- Lehen - Gü. bu. Vermerk hierbei: 2/3 vom Hs. versetzt - (d.h. Teile v. Haus u. d. Liegensch. sind verpfändet) m Jan. 1824 verkauft Josef Munz an Anton Pflieger: ein 1 stock. Wohnhaus mit Scheuer unter 1 Dach, dazu ca. 2 1/4 Tagw. Garten - Wiesen- und Ackerfläche für die Summe von 710 fl.

1824 - 1836: Anton Pflieger, Bürger und Garnhändler, *1799, oo 1824 M. Anna Munz, To. des Josef Munz, u. in II. Ehe 1825 Josefa Creszentia Trettner, * 1798, + 1836 - (die To. d. Schultheißen Trettner) Im Juli 1836 verk. Anton Pflieger an Melchior Ebert vom Vogelsang - U. Romb. ein 2 stock. Wohnhaus mit ca. 2 1/4 Tagw. Garten- Wiesen- und Ackerfläche für die Summe von 1.140 fl. Als Leibgeding hat der Käufer, dem Josef Munz und dessen Eheweib die freie Wohnung, diverse Naturalien und Platz im Stall zum Halten v. 2 Gänsen u. 4 Hennen zu verabreichen.

1836 - 1843: Melchior Ebert, der "Vogelmelcher", Bauer in Hchl., oo M. A. Ströhle. Reg. Vermerk: von Hchl. abgezogen. Im Jan. 1843 verk. M. Ebert an Alois Uhl: ein 2 stock. Wohnhs. u. Scheuer unter 1 Dach, nebst ~ < 2/4 Tagw. Garten und ca. 4 1/4 Jauch. Acker u. Bürgerteile für die Summe vom 1.800 fl. Alois Uhl verkauft i. Febr. 1843 die Liegenschaft wie vor beschrieben an Caspar Haas, Schäfer, nebst 1 1/2 viertl. Garten u. 1 Jauch. Acker, für die Summe von 1.433 fl. Auf dem Haus lastet das Wohnrecht u. Ausgeding für die Witwe des Josef Munz.
1843 - 1848: Caspar Haas, Schäfer, * 1815, + 1896, oo 1841 Aloisia Holz v. Herlikofen. Im Dez. 1848 verk. die Caspar Haas`sche Gantmasse das Haus Nr. 34 wie oben beschrieben an Melchior Barthle für die Summe von für 1057 fl. Auf dem Haus lastet das Wohnrecht u. Ausgeding für die Witwe des Josef Munz. (also des Vor- Vor- gängers)
1848 - 1885: Melchior Barthle, Schreiner, * 1818, + 1891, oo 1849 Maria Anna Bihlmaier.
Im Apr. 1885 verkauft Melchior Barthle das Anwesen an seinen ledigen Sohn Balthas Barthle, nebst ca. < 2 Ar Garten und 8 1/4 Mrg. Wiesen und Acker, für die Summe von 6.500 Mark. Als Dreingaben gehen: 2 Kühe f. zus. 500 M., 1 Rind f. 70 Mark, 2 Wagen, 1 Pflug und 1 Egge.

1885 - 1919: Balthas Barthle, Schreiner, * 1853, + 1921, oo 1885 m. Josefa Fauser v. Mutlangen. 1910 brannte das Haus nach einem Blitzschlag ab. Barthle erstellten (hier) einen Neubau und führte dort das Schreinerhandwerk weiter - siehe unten.

Bemerkenswertes-Änderungen. Im Brandschadens-Umlage-Einzugs-Register f. 1914 (in 1913) erscheint ein David Pappenheimer, Handelsmann, als Besitzer von Haus 34. (D. Pappenheimer wa einer der zahlreichen Güterhändler jener Zeit und hatte das Hausanwesen Nr. 34 event. als Spekulationsobjekt erworben)
Für das Kalenderjahr 1915 der Brandschaden-Umlage, ist dann der Barthle Franz als der Eigentümer aufgeführt. (Vermutlich - od. wahrscheinlich- wohnen mit Franz Barthle auch noch dessen Eltern Balthas u. Josefa Barthle im Haus 34)

1915? bis ~ 1926: Franz Joseph Barthle, Schreiner, * 1890, + 1974, oo 1919 m. Theresia Oehler aus Schlichten im Schwarzwald.
1926 erwirbt die Gemeinde das vom Imobilienhändler Müller in Gmünd erworbene Anwesen für ca. 9000 Rm. über ein *Darlehen, rückzahlbar in Jahresraten von 500 Rm. Haus 34 wird von danach zum Gemeindehaus eingerichtet. (*Intern angemerkt: Die Gd. Hchl. war über Jahrzehnte in permanenter Geldnot - oder besser: bettelarm- siehe auch unten**)
~ 1965 kauft Helmut Österle das Gemeindehaus
- Fortan sind Österle auf dem Haus.
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Bemerkenswertes aus der Gesamt-Gemeinderechnung von 1910, Beilage Nr. 174. Am 13 Juli 1910 brannte das Haus Nr. 34 des Balthas Barthle auf dem Gänsbühl nach einem Blitzeinschlag vollständig ab. Das Haus wurde v. Barthle an gleicher Stelle in der heutigen Form (E. 20. Jh.) neu erbaut. Infolge Krieg und wirtschaftl. Änderungen (Welt-wirtschaftskrise) konnte Barthle die Hypotheken nicht mehr stemmen und musste verkaufen. 1926 erwarb die Gemeinde das Haus - und war - bis hinein in die 1960er Jahre, das "Gemeindehaus". Es diente längere Zeit als Bürgermeisterwohnung, später dann auch als Wohnung für Schullehrer und Heimatvertriebene.
Bemerkenswertes aus Zeitzeugenmunde.

Maria Werner weiß aus Überlieferung: Die Barthle richteten im neu erstellten Haus eine Werkstatt zur serienmäßigen Fertigung von Stühlen ein - M.W. spricht von einer Stuhlfabrik. Diverse Belastungen aus Hausbau, erford. Investitionen u. dgl. konnten wohl nicht mehr gestemmt werden - man beachte hierbei auch die zunehmend schlechter werdende wirtschaftliche Lage in den 1920er Jahren nach dem Weltkrieg. *Barthle mussten das Haus aufgeben. Der Imobilienhändler Müller in Gmünd erkaufte das Anwesen mit Baum- und Gemüsegarten. Zum 1.1.1931 erwirbt die Gemeinde das Anwesen für 7000 RM- zahbar in Raten von 500 RM an die Landessparkasse. Fortan diente das Haus als Miethaus dem Bürgermeister, den Schullehrern, später auch den Heimatvertriebenen u. a.

** Gd. Ratsprotokoll v. 22. April 1926: Heute hat Franz Barthle, Schreinermeister hier, bzw. dessen Bevollmächtigter Immobilienhändler Müller, das Geb. Nr. 34 mit Werkstatt u. Hofraum im Gänsbühl mit 2.98 ar, weiter die Prz. 171: Baum - u. Grasgarten mit 56,34 ar, sowie die Parz. 396/3: Acker im Gänsfeld mit 36,74 ar, an die Gemeinde Heuchlingen verkauft. Der Kaufpreis beträgt 9000 RM. < Aug. 1926: Schuldaufnahme v. 9000 RM für den oben genannte Erwerb der Gantmasse des *Franz Barthle, Haus 34 im Gänsbühl, samt dazugehör. Gartenflächen - u. eine weitere Schuldenaufnahme v. Amtsdiener Bihlmaier.*Aus St. Arch. Lwb: 1923 wurde ein Konkursverfahren gegen den Schreinermeister Albert Barthle u. d. Schreiner Eugen Barthle geführt. Mitte der 1920er Jahren dann auch gegen Franz Barthle in der gleichen Sache.

Noch bekannte, ehemalige Bewohner des Gemeindehauses

Nach dem Erwerb des Hauses durch die Gemeinde, bewohnte Alois Chorhummel, * 1898, oo 1926, das Haus. A. Chorhummel war von 1925 - 1937 Bürgermeister in Heuchlingen.

1937 zieht A. Chorhummel nach Zuffenhausen. Bei Alois Chorhummel wohnte noch dessen lediger Bruder Konrad. Konrad war Musiklehrer und führte längere Zeit auch den Kirchenchor i. Hchl. In den 1940er- Jahren verweigerte eine große Zahl der Chormitglieder eine weitere Zusammenarbeit mit ihrem Chorleiter. Konrad C. wurde abgesetzt.
Weitere noch bekannt Bewohner im Gemeindehaus

< Lehrer Wahl mit Familie

< Lehrer Wilh. Baumhauer mit Ehefrau und 5 Kinder. Die Fam. Baumhauer zog um 1951 nach dem Auszug d. Fm. Wahl in dessen 3-Zimmer- Wohng. Nach Fertigstellung der Lehrerwohng. a. d. Kirchbühl (1949/50/51) zogen Baumhauer dann dort ein.

< Das Ehepaar Hauber. Es wohnte im rechten Hausteil im EG.

< Bei Kriegsende und nach d. Krieg bewohnten dann verschiedene Fam. Heimat-vertriebener das Haus. Siehe hier Broschüre: Flüchtlinge und Heimatvertriebene.

Helmut Österle kauft i.d. 1960er J. das Gemeindehaus und baut es in den heutigen Zustand

35

26

Kearthwilhelma - Kearthans- Hs.abgebr.

Gänsbühl

Im Steuer- und Güterbuch von 1760 wird Franz Krehwedel als Besitzer von Haus 35 auf dem Gänsbühl erwähnt.
Franz Krehwedel
besitzt eine Fallsölde, darein gehört:
Eine Behausung mit einem Steueranschlag von 30 fl. -- Dazu gehörten 1/4 Tagw. Garten beim Haus, sonst ohne Acker und Wiesen ....1 fl.-15x --- Für das Fahrnis ein Steueranschlag von 5 fl. --- *Summe zu versteuern o/o der Abgaben 25 fl.

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Chronologische Bewohnerfortschreibung für das Haus 35

1777 - 1813: Franz Krehwedel, Maurer, (teilw. auch nur Kreh genannt), * 1750, + 1818, oo 1777 Veronika Werner.

1813 - 1844: Johann Georg Krehwedel, Maurer, *1786, + 1847, oo 1813 im Haus 35 die Katharina Ilg. Im Nov. 1844 verkauft Joh. Georg Krehwedel an die Tochter Rosina für 3.220 fl.

1844 - 1849: Johannes Knödler, Bürger u. Bauer, *1816, + 1891, oo 1844  Rosina Krehwedel, Tochter des Joh. Georg Krehwedel. Im Apr. 1949 verkauft Johannes Knödler das Anwesen auf dem Gänsbühl an Melchior Fuhrmann für 852 fl. Dazu gehören 1/2 viertl Mrg. Garten und ca. 1 1/4 Mrg. Wiesen u. Bürgerteile. Joh. Knödler zieht in das Haus 26.

1949- 1856: Melchior Fuhrmann, Taglöhner, * 1796, + 1858, oo 1822 M. Anna Wamsler.

Im Juni 1856 verk. Johann Georg Fuhrmann (= der Vater d. Melchior) seine Liegenschaften

an Wilhelm Waidmann für 1.237 fl. Dabei sind ca. 4 Morgen Gärten, Acker und Wiesen. - Angemerkt ist hierbei: ohne den Hofraum über der Straße bei Hs. 34) nebst ~1/8 Mrg. Land daselbst (geht an Melchior Barthle a. Hs. 34) Nachvermerk: nach einer Zehntliste von 1854 besitzt Wilhelm Waidmann etwa 3,875 Mrg. und 330 Ruten Güter in 12 Parzellen - in der Summe etwa 4,75 Morgen.

1856 - 1895: Wilhelm Waidmann, Schneidermeister, der "Kearthwilhelm", * 1826, + 1891, oo 1856 die Maria Anna Bäuerle. Im Sept. 1895 verkauft die Witwe Marianna Waidmann, geb. Bäuerle das Anwesen an ihren Sohn Johannes Waidmann, Taglöhner, ein 1 stock. Wohnhaus mit 2 stock. Scheuer unter 1 Dach und Hofraum neben M. Anna Kuhn, ledig, (i. Hs. 36) nebst 9, 85 Ar Garten i.d. Prz. 155 u. ca. 39 Ar Acker im Ausang i.d. Prz. 231/1, für die Summe von 1.744 Mark. In den Kauf gehen 2 Kühe i. W. v. 600 Mark.

1895 - 1832: Johann Waidmann, Bauer, der "Kearthans", geb. 1870, + 1930, oo 1895 die Elisabeth Sorg.

1832 - 1941: Alois Waidmann, * 1903, gest. März 1941, oo 1932 die Berta Haidner.

1941 - bis i. d. 1950er- Jahre: die Witwe Bertha Waidmann, *1905, + 1984. Berta Waidmann zieht in den 1960 J. in den Neubau ihres Schwiegersohns Alfons Balle.

Das alte Waidmannhaus beherbergte in der Folgezeit verschiedene Mieterfamilien, z.B. Anton Waidmann, Kuno Holz, H. Jäckel, u.a.

Das Haus steht heute leer.

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Bihlmaier

Gänsbühl

Pr-Kt: Kaspar Schürle u. Marianna Kuhn, led.; 1901: Andreas Grießer; 1933: Alois Bihlmaier. Danach Otto Biehlmaier u. Nk.

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Keartwilhelm-Xaver
Waidmann

Gänsbühl

Pr-Kt: Joseph Knepper, Taglöhner; dazw..:Theres, Werner`s Wittwe; 1933: Xaver Waidmann u. Nkommen.

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Bihlkasper -Sachsenmaier

Gänsbühl

Pr-Kt: Josef Schierle, Schuster, und Johann Werner, Maurermstr.; || *.* 1854: v. Veronika Werner, ledig, jetzt an Melchior Sachsebmaier || > 1840-49: o.Namen.: > 1887/88 u. 1913: Josef Sachsenmaier; >1933 u. 1952: Kaspar Sachsmaier; > 1977: Johannes Sachsenmaier.

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Steinwand -
Hs. abgebroch.

Gänsbühl

Pr-Kt: Johann Kolb, Bauer und Alois Grießer, Weber; || *.* 1854: Melchior Sachsenmaier, Tagl. a.d. Birkhof || <>1913 u. 1933: Andreas Steinwand. Haus 1933/34 abgebrannt.

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Lenzahans -
heute Bäuml

Gänsbühl

Pr-Kt: Johann Kolb, Bauer u. Alois Grießer, Weber; 1846/47: Johannes Ilg, Weber || *.* 1854: Johannes Ilg, Weber u.1870: Josef Ilg || > 1867 / 68: Johann Ilg; >1926 u.1933: August Ilg; 1952: Xaver Ilg; Danach: Erich Ilg u. Bäuml.

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